Terminalserver (Microsoft Terminalservices)

Das Thema Terminalserver begleitet uns seit Jahren in unzähligen Projekten. Hier reicht unser Erfahrungsschatz von der kleinen 5-user Umgebung ĂĽber groĂźe Terminalserverfarmen hin zu der sicheren und performanten Bereitstellung von Anwendungen fĂĽr 100 Filialen ĂĽber Internet. In einer Terminalserver-Umgebung werden Anwendungen zentral installiert und betrieben statt die Konfiguration und das AusfĂĽhren dem Client-PC zu ĂĽberlassen. Die Vorteile haben sich in allen Projekten bewährt. Dies sind insbesondere…

  • Schnelle Bereitstellung von Anwendungen und Arbeitsplätzen
    Kommt ein neuer Arbeitsplatz hinzu oder fällt ein bestehendes System in einer klassischen Umgebung aus, muss i.d.R. ein neuer PC aufwendig installiert und konfiguriert werden, bis der Benutzer seine gewohnte Programmumgebung hat. Der Austausch eines Thin-Clients oder das Verbinden eines beliebigen PC mit dem Terminalserver, nimmt hingegen nur 10 Minuten in Anspruch.
  • Verwendung von Thin-Clients: ergonomisch, sicher, preiswert.
    Thin-Clients ersetzen PC-Arbeitsplätze. Sie sind preiswerter als vollwertige PC-Systeme. Da sie nicht über Lüfter oder Festplatten verfügen, fallen sie in der Regel nicht aus und erzeugen kein Geräusch. Sie verbrauchen darüber hinaus nur etwa 20% der Energie eines klassischen PC-Systems und erzeugen kaum Wärme.
  • Reduzierung der Betriebskosten
    Terminalserver bringen automatisch auch Produktivitätssteigerungen mit sich, denn Anwender erhalten nur die Anwendungen und Funktionen, die sie tatsächlich brauchen. Anwendungen werden außerdem nur noch zentral an einer Stelle gepflegt (Updates, Anpassungen, Neuinstallationen etc…)
  • Erhöhung der Sicherheit
    Da Thin-Clients keine Daten lokal speichern können, wird die Virenproblematik überschaubarer. Der Diebstahl von Notebooks oder PC führt nicht zwingend zu sensiblen Datenverlusten, denn die Informationen liegen zentral. Abgebrochene Benutzersitzungen können von überall wieder aufgenommen werden.
  • Anbindung von AuĂźenstellen und Heimarbeitsplätzen
    Über sichere und schnelle VPN-Verbindungen über Internet, können Benutzer auf Anwendungen und Daten zugreifen, als wären Sie an Ihrem Arbeitsplatz vor Ort. Egal ob vom Heimarbeitsplatz, im Hotel oder mit dem Notebook von unterwegs per UMTS, eine Terminalserver-Lösung gibt Antworten auf zeitgemäße Mobilitätsfragen.

Siehe auch: Applikationsvirtualisierung mit Citrix XEN-App

Abgrenzung zu Desktop-Virtualisierung und Applikationsvirtualisierung

Häufig werden die Begriffe Terminalserver, Desktop- und Applikationsvirtualisierung in einem Zusammenhang verwendet. Wenngleich auch der klassische Terminalserver eine Art der Virtualisierung von Desktops oder Applikationen (Remote-Apps) bietet, muss eine klare Trennung gegenĂĽber einer “echten” Applikations- oder Desktopvirtualisierung (XEN Desktop oder V-View) vorgenommen werden:

  • Ein klassischer Terminalserver (wie oben beschrieben) stellt auf einem Server mehreren Benutzern Ihre Applikationen gleichzeitig in verschiedenen, parallel laufenden Sitzungen bereit, allerdings laufen diese Sitzungen in einer Betriebssysteminstanz und damit parallel in gleicher Umgebung. Sie nutzen Ressourcen und Schnittstellen gemeinsam und hängen somit in gewisser Weise voneinander ab.
  • Bei der Desktopvirtualisierung werden hingegen in einem Host individuell konfigurierte Betriebssysteminstanzen fĂĽr einzelne Anwender bereitgestellt. Jeder Anwender arbeitet in einer eigenen virtuellen Systemumgebung, die sich im Prinzip wie ein vollständiger lokaler Computer verhält.
  • Analog dazu bieten Applikations-Virtualisierungen den Anwendungen eine abgekapselte Laufzeitumgebung  mit individueller „Sandbox“. Darin läuft jede Applikation im Kontext der spezifischen Anwendersitzung, ohne modifiziert werden zu mĂĽssen. Umgekehrt sind andere Anwender nicht betroffen, wenn bei einem Einzelnen die Anwendung abbricht.